Geschrieben am 13.03.2009 von Berni | 3 Kommentare
Also jetzt nicht wirklich live vor der Kamera, aber so ein bisschen.
Wie es dazu kam? Am 13. Mærz war das Sporthighlight in Lillehammer - Weltcup im Skispringen. Wir liessen uns diese Chance nicht nehmen und konnten als Volunteers dabei sein. Dabei hatte ich das Glueck, der ARD ueber die Schulter zu schauen und konnte bei den Proben eben vor der Kamera stehen. Ich war dafuer der Dieter Thoma - Ersatz. Es war auf jeden Fall eine lustige Sache mit den ganzen Schwaben (SWR) “zusammenzuarbeiten”.
Geschrieben am 01.03.2009 von Berni | 0 Kommentare
Uka heißt frei übersetzt “Woche”. Und uka09 ist einfach “Die Woche 09″, welche es übrigens in jeder Stadt, wo Studenten anzutreffen sind, gibt. Diese Woche ist eine spezielle Woche mit zahlreichen Veranstaltungen, wie Konzerten, Parties, Sportwettkämpfen usw. Wir waren natürlich mit dabei und bildeten als internationale Studenten eine Mannschaft beim Volleyball-Turnier.
Leider haben wir nur 2 von 3 Spielen gewonnen und somit kamen wir nicht in die nächste Runde. Dafür war dann aber noch Zeit zum klettern.
Ja, womit wir beim Klettern wären, denn hier in Lillehammer gibt es auch eine Kletterhalle oder besser eine Boulderhalle, der wir in der letzten Woche einen Besuch abgestatten haben. Das kuriose war, dass keiner in der Halle anzutreffen war. Erst nach einem kleinen Rundgang begegneten wir jemanden, der uns dann sagte, dass wir zum Probieren gratis klettern dürfen. Das ließen wir uns nicht 2mal sagen und schon hingen wir an den ersten Griffen. Also so riesig ist der Ort nicht und Kletterrouten gibt es auch nur 5 oder 6 an einer eher kleineren Wand, dafür gibt es viel zum Bouldern, was auch jede Menge Spass macht.
Nach einer Stunde wussten wir auch warum noch keiner da war, wir waren einfach zu zeitig. Gegen 19 Uhr wurde die Halle dann richtig voll. Wobei sich noch ein netter Nebeneffekt bemerkbar machte, dass man viel einheimische Bevölkerung trifft und evtl. für den Sommer ein paar Kontakte aufbauen kann.
Fazit: Nächste Woche werden wir wohl wieder in der Halle vorbeischauen.
Geschrieben am 28.02.2009 von Berni | 0 Kommentare
Man fragt sich doch als erstes, wenn man den Titel liest, was haben diese beiden Länder miteinander zu tun? Also der informierte und politikinteressierte Bürger weiß, dass durch die Osloer Verträge ein Frieden im Nahen Osten fast hätte Realität werden können, wenn nicht so ein verkappter israelischer Fundamentalist den damaligen Premier Israels ermordet hätte. Tragischerweise ist es doch passiert und seit Jahren erlebt der Konflikt seine Höhe- und Tiefpunkte in all seinen Facetten.
Anderen wird jetzt vielleicht einfallen, was Israel und Norwegen betrifft, der Autor von diesem Artikel war doch mal ein Jahr dort und jetzt ist er hier, was für eine Verbindung.
Der eigentliche Grund, warum ich das hier schreibe, ist eine kuriose Begegnung aus der letzten Woche. Wir haben gerade unser Abendessen bereitet, außerdem waren noch ein paar andere deutsche Studis da und es klingelte auf einmal an der Tür. Wir dachten doch gleich, dass ein noch zu erwartender Gast nun endlich kommt, doch es stand eine gänzlich unbekannte Person vor der Tür, die mich auch gleich auf norwegisch ansprach. Ich musste ihm dann erstmal zu verstehen geben, dass er doch bitte englisch mit mir sprechen soll, denn auch wenn ich erfolgreich an einem norwegischen Sprachkurs teilnehme, konnte ich nicht wirklich verstehen, was er mir sagen wollte. Also ging es auf Englisch weiter. So meinte er, dass er einfach neugierig sei, im positiven Sinne, warum wir denn eine Israel-Flagge im Wohnzimmer hängen haben. Dazu muss ich sagen, dass man diese von draußen ganz gut sehen kann. Ich war dann doch sehr überrascht. Ich meinte nur, dass ich da mal ne Zeit “gelebt” habe und es eben ein sehr interessantes Land ist. Er fragte noch, ob wir Juden seien - auch interessant. Dann war ich mit fragen dran - Wie kommt es, dass es ihn interessiert? Er sagte, dass es in Norwegen doch sehr ungewohnlich ist, dass jemand eine Israelfahne in seiner Wohnung aufhängt und er fügte hinzu, dass in Norwegen eher eine generelle Anti-Israelische Stimmung herrscht. (Nicht nur durch den vergangenen Gaza-Krieg) Außerdem muss man sich vor Augen führen, dass in Norwegen gerade einmal 2000 Juden leben und ein großteil der Immigranten arabischer Herkunft ist. Deswegen ist es eine Minderheit, also zum Beispiel Christen wie er (der Unbekannte an der Tür) die Positives mit Israel asoziieren.
Das ist einfach das tolle am Ausland, solche Dinge zu erleben.
Nachtrag: Zur Zeit macht es Israel einem auch nicht leicht, seine Sympathien für dieses Land aufrechtzuerhalten. Der Krieg und die anschließenden Wahlen und die Veränderungen, die in der israelischen Gesellschaft stattfinden, stimmen mich doch schon sehr nachdenklich. Wie soll nur der Konflikt gelöst werden, wenn beide Seiten sich so verennen? Das Kuriose ist, dass beide Völker sich nichts sehnlicher wünschen als einen dauerhaften Frieden. Doch der politische Wille macht dem einen Strich durch die Rechnung. Schade.