Påske i Norge

Geschrieben am 14.04.2009 von Marlies | 0 Kommentare

“Was heeßt’n das?” werden sich die meisten jetzt fragen. Okay, diesmal verrate ich es euch: Ostern in Norwegen. Seit Montag vor den Ostertagen hatten wir beide bereits ‘påskeferie’. Da uns der Schnee hier so langsam genug ist, haben wir beschlossen, in frühlingshaftere Gefilde zu reisen. Die Wahl fiel nicht schwer. Bergen, Norwegens zweitgrößte Stadt, stand ganz oben auf unserer “Was wir schon immer in Norwegen machen wollten” - Liste. Dort soll es zwar immer regnen (siehe vorheriger Bericht), aber das hielt uns nicht vom Reisen ab. Weiterlesen…

Abgelegt in der Kategorie Die Norweger, Geschichten.

 

Bobrafting - ein olympisches Erlebnis

Geschrieben am 10.03.2009 von Marlies | 0 Kommentare

Vor knapp zwei Wochen war es endlich soweit. Eine Truppe internationaler Studenten aus Gjøvik und Lillehammer reiste wagemutig zur einstigen Olypiabobbahn von 1994 ca 15km nördlich von Lillehammer. Natürlich waren wir beide mit von der Partie, das bevorstehende Erlebnis durfte man doch auf keinen Fall verpassen.  Plötzlich lag sie vor uns, die vereiste, schmale, angsteinflößende Bobbahn. Tage vorher malten wir uns bereits aus, wie Berni wohl in Ganzkörperkondom, Helm und Spikes unseren Spitzenbob anschieben wird und wir den Bahnrekord brechen werden. Natürlich trainierten wir vorher dafür recht fleißig. Ein Foto vom Training wurde bereits schon beim Bericht “Nun kann es sicher auf die Piste gehen” rein gestellt. Weiterlesen…

Abgelegt in der Kategorie Geschichten, Wintersport.

 

Israel und Norwegen

Geschrieben am 28.02.2009 von Berni | 0 Kommentare

Man fragt sich doch als erstes, wenn man den Titel liest, was haben diese beiden Länder miteinander zu tun? Also der informierte und politikinteressierte Bürger weiß, dass durch die Osloer Verträge ein Frieden im Nahen Osten fast hätte Realität werden können, wenn nicht so ein verkappter israelischer Fundamentalist den damaligen Premier Israels ermordet hätte. Tragischerweise ist es doch passiert und seit Jahren erlebt der Konflikt seine Höhe- und Tiefpunkte in all seinen Facetten.

Anderen wird jetzt vielleicht einfallen, was Israel und Norwegen betrifft, der Autor von diesem Artikel war doch mal ein Jahr dort und jetzt ist er hier, was für eine Verbindung.

Der eigentliche Grund, warum ich das hier schreibe, ist eine kuriose Begegnung aus der letzten Woche. Wir haben gerade unser Abendessen bereitet, außerdem waren noch ein paar andere deutsche Studis da und es klingelte auf einmal an der Tür. Wir dachten doch gleich, dass ein noch zu erwartender Gast nun endlich kommt, doch es stand eine gänzlich unbekannte Person vor der Tür, die mich auch gleich auf norwegisch ansprach. Ich musste ihm dann erstmal zu verstehen geben, dass er doch bitte englisch mit mir sprechen soll, denn auch wenn ich erfolgreich an einem norwegischen Sprachkurs teilnehme, konnte ich nicht wirklich verstehen, was er mir sagen wollte. Also ging es auf Englisch weiter. So meinte er, dass er einfach neugierig sei, im positiven Sinne, warum wir denn eine Israel-Flagge im Wohnzimmer hängen haben. Dazu muss ich sagen, dass man diese von draußen ganz gut sehen kann. Ich war dann doch sehr überrascht. Ich meinte nur, dass ich da mal ne Zeit “gelebt” habe und es eben ein sehr interessantes Land ist. Er fragte noch, ob wir Juden seien - auch interessant. Dann war ich mit fragen dran - Wie kommt es, dass es ihn interessiert? Er sagte, dass es in Norwegen doch sehr ungewohnlich ist, dass jemand eine Israelfahne in seiner Wohnung aufhängt und er fügte hinzu, dass in Norwegen eher eine generelle Anti-Israelische Stimmung  herrscht. (Nicht nur durch den vergangenen Gaza-Krieg) Außerdem muss man sich vor Augen führen, dass in Norwegen gerade einmal 2000 Juden leben und ein großteil der Immigranten arabischer Herkunft ist. Deswegen ist es eine Minderheit, also zum Beispiel Christen wie er (der Unbekannte an der Tür) die Positives mit Israel asoziieren.

Das ist einfach das tolle am Ausland, solche Dinge zu erleben.

Nachtrag: Zur Zeit macht es Israel einem auch nicht leicht, seine Sympathien für dieses Land aufrechtzuerhalten. Der Krieg und die anschließenden Wahlen und die Veränderungen, die in der israelischen Gesellschaft stattfinden, stimmen mich doch schon sehr nachdenklich. Wie soll nur der Konflikt gelöst werden, wenn beide Seiten sich so verennen? Das Kuriose ist, dass beide Völker sich nichts sehnlicher wünschen als einen dauerhaften Frieden. Doch der politische Wille macht dem einen Strich durch die Rechnung. Schade.

Abgelegt in der Kategorie Alltag, Geschichten.

 

Die Norweger haben es schon lange vor Althaus erkannt…

Geschrieben am 23.02.2009 von Berni | 0 Kommentare

… dass ein Helm beim Downhill Skifahren dazu gehört, wie die Stöcke zum Nordic Walking. Erstaunlicherweise musste ich feststellen, dass hier ca. 80 % der Skifahrer einen Helm auf haben. Und das sicher nicht erst seit dem Althaus-Unfall, der bei den Norwegern übrigens auch in der Presse seinen Platz fand.

Bernis neuer HelmDa ich ja nun etwas rasanter auf der Piste unterwegs bin und ich mich auch die ein oder andere vereiste schwarze Piste heruntertraue (nein, ich möchte damit jetzt nicht prahlen) und bis jetzt immer ohne Helm auf der Strecke fuhr, wollte ich mich mit dem norwegischen Skifahrervolk homogenisieren und habe mir heute kurzerhand einen Helm gekauft. Dieser passt auch ganz gut auf meinen voluminösen Kopf und wird diesen hoffentlich vor zu heftigen Stößen bewahren. Also nochmal Danke an die Norweger.

Black Slope 62 DegreesVor einer Woche schon, waren wir auf einer der steilsten schwarzen Pisten der Umgebung unterwegs, nämlich in Kvitfjell. Da aber noch ohne Helm, aber trotzdem kamen wir wohlbehalten unten an. Auf dieser Strecke wurden übrigens die Rennen bei den Olympischen Winterspielen 1994 ausgetragen. Auch wenn man nur mit Mühe und Not über die Piste kratzt bekommt man nur eine kleine Ahnung davon, was so ein alpiner SkifahrerIN leistet. Wahnsinn!

Damit beste Grüße an Alle und ein kräftiges Ski heil Sport frei.

Abgelegt in der Kategorie Geschichten, Wintersport.

 

Bericht aus Lillehammer

Geschrieben am 16.02.2009 von Berni | 2 Kommentare

Nun sind wir schon seit ganzen 2 Wochen in Lillehammer und da gilt es ein erstes kurzes Resümee zu ziehen.

Die Anreise verlief ohne große Probleme, denn wir hatten zum Glück ein kleines privates Taxi, das uns hoch in den Norden brachte. Vielen Dank nochmal an Fahrer und Co-Pilotin und den Steward, der uns hinreichend versorgte. Nach etwa 4 Stunden Fahrt bis Rostock, dann 3 Stunden warten auf die Fähre, die uns über Nacht und innerhalb von 7 Stunden nach Trelleborg brachte, und dann nochmal etwa 10 Stunden Fahrt, kamen wir über Malmö, Göteborg und Oslo nachmittags in Lillehammer an. Der Schnee wurde dabei immer mehr und auch die angezeigte Temperatur im Auto zeigte uns deutlich, in welche Himmelsrichtung wir unterwegs waren. Da war es in Oslo noch angenehm, als es dann in Lillehammer -23 Grad anzeigte. Und man bedenke, dass es bis zum Nordpol noch etwa 4000km sind.

Also nun in Lillehammer angekommen, waren wir sehr positiv von unserer Wohnung überrascht. Schön groß, sogar mehr möbiliert als wir gedacht hatten. Unser Balkon wird uns dann im Sommer noch gute Dienste leisten.

In den ersten Tagen waren wir natürlich gleich auf der Piste in Hafjell. Als Austragungsort der Olympischen Winterspiele von 1994, ist die nächste Alpinanlage nicht weit und schon ging es auf die schwarze olympische Abfahrt. Das kuriose während des ersten Skitages war, dass im Tal eisige Temperaturen von etwa -20 Grad herrschten und 1000 Höhenmeter weiter oben waren es nur -1 Grad. Die Liftfahrt nach oben war wie eine Heizung. War eine interssante Erfahrung.

In der ersten Woche ging es für uns gleich zur Sache. Marlies fing ihr Praktikum in der Grundschule an und ich hatte meine ersten Norwegisch- und Norwegian Culture&Society- Stunden. Marlies gefällt es in ihrer Schule sehr gut. Sie wurde super aufgenommen und lernt schon fleißig Norwegisch. Dabei kann sie schon einige Kinder unterstützen, die Probleme beim Lernen haben. Ich fahre jeden Morgen, bzw. Mittag mit dem Bus zur Uni. Bis jetzt ist der Stundenplan noch sehr entspannt, aber das wird sich noch ändern, denke ich. Toll finde ich, dass es hier auch eine Art Lillehammer Modell gibt. (siehe Mittweidaer Modell) Ganz frei nach dem Motto “Morgens studieren, Nachmittags Ski fahren”. Ich persönlich finde das besonders toll, denn wir sind seit gestern stolze Besitzer einer Saison-Skikarte mit der wir unbegrenzt bis zum 30.04. in fünf Skigebieten Ski fahren können. Unsere Knochen sind außer sich vor Freude, aber keine Angst wir geben auf diese besonders acht.

Von unseren internationalen Kommilitonen wurden wir auch schon herzlichst aufgenommen, besonders von den deutschen. Vertreten sind aber natürlich auch Nationen wie  Holland, Finnland, Litauen, Spanien, Frankreich und kurioserweise auch die USA. Es gab schon zahlreiche Parties, dies hält sich bei uns aber in Grenzen, denn hier kann eine Party schon sehr teuer werden. Ein Bier im Studentenclub kostet ca. 5 EUR und das ist noch das günstigste Getränk. Wenn es dann mal Live-Musik gibt, kommen 10-20 EUR Eintritt hinzu. Da geh ich doch lieber auf den Hang und riskiere meine Knochen. Zumindest waren wir schon auf einer sehr unterhaltsamen Karaoke-Party und bald soll es im Club einen Abend mit DDR-Musik geben. ?! Wie die Norweger wohl darauf kommen? Wir sind gespannt.

Das soll es erstmal für heute gewesen sein. Demnächst gibt es noch weitere Berichte über das “Lillehammer Modell”. Also dann, bis bald.

Abgelegt in der Kategorie Geschichten.